Weizen liefert ungefähr ein Fünftel der täglichen menschlichen Kalorienzufuhr. Jede Steigerung des Nährwerts dieser wichtigen Kulturpflanze würde bedeutende Gesundheitsvorteile bringen, besonders für Menschen aus Entwicklungsländern, deren Ernährung oft einseitig ist. Jorge Dubcovsky und Kollegen an der Universität von Kalifornien in Davis sind auf einen Weg gestoßen, wie möglicherweise der Nährwertgehalt von Weizen mittels Epigenetik verbessert werden kann. In einem kürzlich erschienenen Artikel in Science beschreiben sie, wie ein RNAi (RNA Interferenz) genannter Prozess ihnen erlaubt, die Aktivität eines Gens zu verringern, das den Gehalt an Eiweiß, Zink und Eisen in Weizen anhebt. Die Wissenschaftler nehmen an, dass eine Steigerung der Genaktivität zu einer höheren Nährstoffkonzentration führt, ohne auf genetische Modifikationen zurückgreifen zu müssen.