Histone können die Genexpression auf vielerlei Art steuern. In kleine Bälle zusammengepackt winden sie die DNA um sich herum wie einen Faden auf winzige Spulen. Da so viele Proteine, die in die Gen-Aktivitäten eingebunden sind, an den Steuereinheiten der DNA anhaften müssen um wirksam sein zu können, beeinflussen Histone, welche Proteine unterschiedliche Gene erreichen können.

Wenn DNA eng um Histone gewickelt ist, fällt es den Proteinen schwerer, Zugang zu erlangen und sich anzulegen. Wenn die Wicklung locker ist, ist der Zugang viel einfacher. Doch da ist mehr als die passive Verpackung der genomischen Fäden um diese Bündel. Histone haben einen sehr dynamischen Einfluss auf die dreidimensionale Form des Genoms.

Jedes Histon hat ein kleines Endstück, das sich wie ein Kombinationsschloss verhält. In diesem Fall sind die Zähne eine Sammlung von verschiedenen chemischen Markierungen, die an das Endstück gehängt oder davon entfernt werden. Verschiedene Kombinationen an Markierungen machen die um die Histone gewundene DNA mehr oder weniger zugänglich, und damit die betroffenen Gene offener oder geschlossener. Epigenetische Schlüsselkombinationen helfen nicht nur dabei, die Steuerung der Gene zu erklären, sondern auch wie Zellen sich daran erinnern, welche Gene sie während der Reifung ein- oder ausgeschaltet haben.